Die Akupunktur (von lat. acus Nadel, punctura Stich) behandelt Ungleichgewichte/Störungen der Homöostase der körpereigenen Energien.

Die Basis der Akupunktur bilden vor allem folgende Konzepte

  • Der Qi-Fluss
    Qi ist die aktive Lebensenergie, die einen Körper in den Leitbahnen in einer geregelten Abfolge durchfließt; es ist aber auch die bewegende Kraft des Kosmos, der durch die Körper gebildet wird. Qi hat im Energiehaushalt des lebenden Körpers verschiedene Funktionen. Es ist Atem-Qi, Nahrungs-Qi, Abwehr-Qi, angeborenes Qi, das sich mit der Zeit verbraucht und möglichst nachhaltig eingesetzt werden muss. Pathologische Formen des Qi sind z.B. rebellierendes Qi, bei rebellierendem Lungen-Qi kommt es zum Husten. Oder stagnierendes Qi, bei dem es an den Orten der Stagnation zu Schmerzen kommt, z. B. bei verkrampften, nicht ausreichend mit Sauerstoff (Atem-Qi) versorgten Muskeln oder bei beginnenden Erfrierungen.
  • meridiane 2Meridiane
    Meridiane sind die nach den Organsystemen bzw. Funktionskreisen benannten Leitbahnen, in denen das Qi fließt. Auf ihnen liegen die Akupunkturpunkte, über die das Qi beeinflusst werden kann.
  • Yin & Yang
    Ursprünglich wurden mit Yin & Yang die sonnenbeschienene und die schattige Seite eines Berges bezeichnet. Es sind Polaritäten natürlicher Phänomene, die sich gegenseitig sowohl ausschließen wie auch bedingen. Z. B. ohne Oben kein Unten, ohne Wärme keine Kälte etc. Zur Gesundheit wird ein dynamisches Gleichgewicht von Yin & Yang benötigt. Es ist immer ein Teil von Yin im Yang und ein Teil von Yang im Yin. So entsteht aus einem Yin-Zustand wieder ein Yang-Zustand und umgekehrt. Am Beispiel der Jahreszeiten ist der Winter reines Yin, Frühling ist Yang im Yin, Sommer reines Yang, Herbst Yin im Yang. Yang ist Aktivität, Yin Passivität, Yang ist Geist, Yin Substanz, Yang ist Abwehrenergie, Yin Bauenergie, Yang ist Wärme, Yin Kälte, Yang ist aufsteigend, Yin absteigend, Yang ist außen, Yin ist innen, Yang ist Qi, Yin ist Xue (= Blut und Körperflüssigkeiten) etc. Bei Störungen des Ausgleichs von Yin und Yang, wenn also z. B. ein Teil von beiden übermächtig wird, entsteht Krankheit. Z. B. überhitzt sich der Körper im Fall eines Yang-Überschusses.

 

Die fünf Wandlungsphasen/Organfunktionskreise


Die fünf Wandlungsphasen bezeichnen ein Denkmodell, in dem fünf dynamische Kräfte – in einem lebenden Körper oder in der Natur – jeweils im Fluss ineinander übergehen. Geschieht dies regelmäßig/in Gleichgewichtszuständen und in der richtigen Reihenfolge, ist der Ablauf physiologisch, der Körper ist gesund. Gewinnt oder verliert eine der fünf Kräfte durch äußere (z. B. Hitze oder Kälte) oder innere (Emotionen) Einflüsse ihre Macht, werden auch die anderen mehr oder weniger in dieses Ungleichgewicht mit hineingezogen.

Liegt in einem oder mehreren der Organsysteme/Funktionskreise ein Ungleichgewicht vor, so kann dieses durch eine die Kräfte tonisierende oder sedierende Akupunktur auf den Meridianen, die den Funktionskreisen entsprechen, wieder ins Gleichgewicht gesetzt werden. Überschüssige Energie kann über spezifische Punkte auf den Meridianen abgeleitet werden oder an Punkte, an denen sie fehlt, umgeleitet werden.

 

Indikationen für eine Akupunktur sind z. B.


  • Störungen im Bewegungsapparat (Spat, Tendopathien, …)
  • Sommerekzem
  • Atemwegserkrankungen
  • Energiemangel
  • Infektanfälligkeit
  • Zyklusstörungen/Unfruchtbarkeit
  • Venenwandentzündungen (nach Injektion)
  • Hämatome
  • Stoffwechsel/Entgiftung

 

Nach dem deutschen Heilmittelwerbegesetz § 3 muss ich darauf hinweisen, dass es sich bei den hier vorgestellten Methoden um Verfahren der alternativen Medizin handelt, die wissenschaftlich umstritten und schulmedizinisch nicht anerkannt sind.

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