Qualifikation


  • Von Anfang 2012 bis Ende 2014: Ausbildung an der Akademie für Tiernaturheilkunde (ATM) in Bad Bramstedt in Tierheilpraktik, Schwerpunkt Pferde, Chiropraktik und Physiotherapie für Pferde.
  • Mitglied im Fachverband niedergelassener Tierheilpraktiker FNT e.V.
  • Reiten eigener und fremder Pferde (Atom, Sunny Boy (mit ihm 17-jährig Reitabzeichen), Hiob (mein erster Hengst), Bally Cor, Arthos, Raphaelle, A Temroc, …, die „Spanier“ Paquero, Forjador VIII, Atrevido, Duende LX und Imperioso)
  • Reitabzeichen RA 4 – ehemals DRA III
  • Sehr gute Turniererfolge in L-Dressur und L-Springen
  • seit 2 Jahren eigene Pferdehaltung am Haus

Vor allem Hengste sind für mich schon immer eine Faszination. Für sie, aber eigentlich für alle Tierarten, empfinde ich Liebe und Zuneigung. Insofern wäre es vielleicht ein richtiger Weg gewesen, Tiermedizin zu studieren. Aber der Umgang der Tierärzte mit den Tieren wie ich ihn kannte und die Notwendigkeit, für diese Ausbildung ein Praktikum im Schlachthof oder in einem Tierversuchslabor zu machen, haben mich nicht für diesen Beruf begeistern können.

Den Pferdesport, Rennreiten, Springreiten, vor allem Dressurreiten, fand und finde ich absolut faszinierend. Aber, „wo gehobelt wird fallen Späne“ – ich liebe Tiere und habe für mich selber die Entscheidung getroffen, sie diesem Stress und Verschleiß nicht auszusetzen, sondern, was meine Pferde betrifft, sie möglichst naturnah in ihrem Sozialverband und glücklich ihr eigenes Leben leben zu lassen. Das heißt ja nicht, dass man nicht mit Gleichgesinnten zusammen auf kleinere Turniere fahren kann oder ab und zu eine Gymnastikspringreihe angehen könnte.

Im Gegenteil, Pferde, die vielseitig gefordert und entsprechend gepflegt werden und dadurch viel mit uns zusammen sind, sind ja sehr glücklich. Auch eine erhaltende dressurmäßige Arbeit, bei der das Pferd lernt, sich ausgeglichen im Gleichgewicht koordiniert zu bewegen, seinen Bewegungsspielraum zu erweitern und in deren Rahmen es entsprechend seinen besonderen Fähigkeiten und in seinem eigenen Lerntempo gefördert wird, ist etwas, von dem beide Partner, Pferd und Reiterin, nur profitieren können.

Leider liest sich die LPO und die Ausbildung und Bewertung gemäß der Ausbildungsskala wie ein Märchenbuch, wenn man sich die Realität im Dressursport ansieht. Und, jeder der das kennt, wird mir zustimmen, dass es jedes Mal ein Glücksmoment ist, über einen größeren Oxer zu springen oder einen Renngalopp zu reiten. Nur, ich möchte meinem Pferd danach auch noch in die Augen sehen können. Vor allem: Sie sind bei aller Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft doch soziale Herdentiere, die sich in ihrem Familienverband am besten fühlen.

Deshalb habe ich mich persönlich gegen eine reitsportliche Karriere entschieden. Also habe ich zunächst einmal Literaturwissenschaften, Linguistik und Philosophie studiert und konnte später nach einem recht langen Weg, meinen Wunschberuf als Geschäftsleitungsassistentin erreichen. Durch die Krankheit meines Hengstes Duende habe ich mich vermehrt mit den Haltungs- und Fütterungsbedingungen für Pferde beschäftigt und kam mit einer Veterinärmedizinerin in Kontakt, die komplementär naturheilkundlich arbeitet. Gleichzeitig habe ich für mich die Möglichkeit gesehen, die Arbeit mit Pferden und einen naturheilkundlichen Ansatz zu verbinden und zu meinem Beruf zu machen.