Inhalation ist die wirksamste Form der Behandlung von Atemwegserkrankungen. Mit einem Ultraschallvernebler werden kleinste Aerosolteilchen über eine Atemmaske bis in die Alveolen der Lunge eingeatmet. Das Medikament nimmt also nicht den Umweg über das Blut oder die Verdauungsorgane, sondern gelangt direkt an den Wirkort. Bei der Verwendung von Medikamenten mit Nebenwirkungen wird der Körper weniger belastet, weil eine geringere Menge des Wirkstoffs benötigt wird. Ultraschallvernebler sind geräuscharm und leistungsstärker als Kompressoren.

Durch die Ultraschalltechnologie wird ein Medium (Wasser) in Schwingungen versetzt. Dadurch lösen sich aus dem Inhalat/dem Aerosol einzelne Teilchen heraus. Diese werden im Luftkanal mit Luft vermischt und durch einen Ventilator gleichmäßig in die Atemmaske ausgestoßen. Ein Aerosol ist ein heterogenes Gemisch aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen – hier das gewählte Medikament – in einem Gas. Es ist zu empfehlen, mit isotonischer 0,9 %iger Kochsalzlösung oder mit einem Atemkräuter-Kochsalz-Fluid zu inhalieren.

Die Inhalation mit stärkeren ätherischen Ölen birgt schon bei geringer Überdosierung oder wenn der Patient eine Überempfindlichkeit hat, recht große Risiken. Durch isotonische Kochsalzlösung wird ein die Lunge beruhigender, entzündungshemmender und krampflösender Effekt erzielt. Kamille (die Blüten) hat eine sehr gute antiphlogistische Wirkung auf die Schleimhäute und wirkt darüber hinaus antitoxisch, spasmolytisch, antiödematös, sekretolytisch und antibakteriell.

Begleitend zur Inhalationstherapie ist der Einsatz von Kräutern (Phytotherapie) sinnvoll.

 

Fotos: Air One Ultraschall Inhalator, Hippomed.